Jugendarbeit ist gerade in Zeiten wie diesen nicht wegzudenken. Deshalb schätzen wir als Grüne Fraktion die 2G-Zugangsregelungen für Jugendliche als schweren Fehler ein, der den Jugendlichen einen wichtigen Ausgleich und Rückzugsort entzieht. Ein solcher ist besonders in der aktuellen Krisensituation wichtig!

Wir sprechen uns seit der Einführung der 2G-Regelung vehement dagegen aus und machen mit unserem Antrag „Teilhabe von Kindern und Jugendlichen sichern – 3G sofort und flächendeckend umsetzen“ der bayerischen Staatsregierung weiter Druck.

Unser Grünes Prinzip in der Corona-Pandemie lautet “Kinder und Jugendliche zuerst!” Deshalb fordern wir, auch jetzt die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) unabhängig von ihrem Impf- oder Genesenen-Status zu sichern und den Zugang zu allen Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe, inkl. Jugendzentren und Jugendbildungsstätten unter 3G-Bedingungen zu gewährleisten. Außerdem sollen Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie Kultur-, Sport- und Freizeitveranstaltungen für Jugendliche konsequent unter 3G-Bedingungen ermöglicht werden.

Testungen, die in Bildungseinrichtungen vorgenommen werden, sind hierfür ebenso uneingeschränkt anzuerkennen wie kostenlose Bürgertests. Diese Regelung soll so lange implementiert werden wie die Krankenhausampel in Bayern auf Rot steht.

Diese Forderungen begründen wir durch die schweren psychosozialen Folgen, die Jugendliche durch die bereits erfolgten Lockdowns erlitten haben. Jugendliche und Kinder aus benachteiligten Verhältnissen trifft es hier wieder einmal besonders schwer. Zudem spricht sich auch die STIKO ausdrücklich dafür aus, die soziale Teilhabe von Jugendlichen nicht an den Impfstatus zu koppeln.

Da Bildungseinrichtungen nun endlich mit Schutzmaßnahmen und regelmäßigen Testungen offengehalten werden sollen, wie wir Grüne schon lange fordern, sehen wir keinen Grund, dies nicht auch im Freizeit- und Sozialbereich zuzulassen. Die regelmäßigen Testungen an Schulen können die Infektionsketten schnell durchbrechen und helfen dadurch dem Infektionsschutz.

Die große Mehrheit der Jugendlichen in Bayern verhält sich seit Beginn der Pandemie vorbildlich und solidarisch. Dafür gebührt ihnen unser Dank. Wir Grüne im Landtag sind der Auffassung, dass Jugendliche mehr als nur Bildungseinrichtungen brauchen, um sich gesund und ausgeglichen weiter entwickeln zu können. Daher müssen endlich, wie es der Bayerische Jugendring ausdrückt, „die Bedürfnisse junger Menschen großgeschrieben werden“.

Weitere Anträge, die wir jüngst zu diesem Thema mit großer Dringlichkeit eingebracht haben: