Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen zerstört: das Wahlplakat der Grünen in Beuerberg. (Foto: privat)

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen wurde unser grünes Wahlplakat in Beuerberg an der Hauptstraße zerstört. Wer macht sowas? Wie hilflos muss jemand sein, wenn er nur noch blinde Zerstörungswut als Antwort findet? Wo bleibt der faire Wettkampf um die besseren Ideen?

Wahlkampfzeiten sind immer besondere Zeiten, Zeiten, in denen viel und pointiert gestritten wird. Parteien mit unterschiedlichen Überzeugungen, Haltungen und Konzepten für die Zukunft werben um die Unterstützung der Bürger*innen. Mit ihren Ideen will jede Partei ihre Wähler*innen überzeugen, sie animieren, am Wahltag ihre Stimme für sie abzugeben und für eine starke Demokartie einzutreten.

Das ist gut und richtig. Es ist ein hoher Wert in unserer Demokratie, dass Gruppierungen mit verschiedenen Überzeugungen, wie das Beste für die Menschen in Deutschland erreicht werden kann, für ihre Ideen einstehen und um Rückhalt bitten. Jede*r kann, solange er/sie sich im Rahmen des rechtlich Erlaubten bewegt, für seine Ideen öffentlich eintreten. Das ist Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt in einem. Das ist ein hoher Wert unseres politischen Systems.

Aber sollten wir dabei nicht fair bleiben? Wieso veschmiert und zerschneidet jemand Wahlplakate? Nun, für mich bedeutet das, dass ihm oder ihr die Argumente fehlen, um den in diesem Fall grünen Inhalten entgegen zu halten, sie zu entkräften, überzeugendere Ideen zu liefern. Das ist schade, denn ein Wettstreit um die besten Ideen, ausgetragen auf argumentativer Ebene, führt meistens zu noch besseren Ideen.

Ich würde mir wünschen, dass wir wieder mehr in den Dialog treten, unsere Gesellschaft im Kleinen und im Großen. Denn nur im Dialog, lässt sich Verständnis für den anderen schaffen, nur im Dialog kann eine Gesellschaft erblühen. Faire, offene und ehrliche Kommunikation ist alles – das gilt auch und gerade im Wahlkampf!