Hans Urban: Investitionen für mehr Tierwohl mit höchstmöglichem Fördersatz begleiten

München/Oberland – „Raus aus der Anbindehaltung – kleine Betriebe und Tierwohl maximal fördern“ lautet der Titel eines Antrags (siehe oben) der GRÜNEN Fraktion, der am morgigen Donnerstag, 15. Juli, im Haushaltsauschuss des Bayerischen Landtags auf der Tagesordnung steht. „Landwirtschaftsministerin Kaniber hat in ihrer Regierungserklärung im Mai das Ende der Anbindehaltung angekündigt. Dann muss sie die Milchviehhalterinnen und -halter bei diesem Schritt nun auch so gut wie nur möglich unterstützen“, sagt Hans Urban, MdL, Landwirt und Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Die Grünen im Landtag fordern die Staatsregierung auf, ihre Fördermöglichkeiten voll auszuschöpfen. Die Förderung im Bayerischen Sonderprogramm Landwirtschaft (BaySL) zur Umstellung von Anbindehaltung auf Laufstall und sonstige Formen der Rinderhaltung wollen die Grünen für kleine Betriebe von 30 Prozent auf die nach EU-Vorgabe maximal möglichen 40 Prozent für produktive Investitionen erhöhen. Investitionen, die unmittelbar dem Tierwohl dienen, sollen nach Willen der Grünen mit 60 Prozent gefördert werden.

„Wir wollen das Beste für das Tierwohl und für die kleinen Milchviehbetriebe in unserer Region, die unsere Dorfstruktur prägen. Deshalb fordern wir die Staatsregierung auf, die maximal mögliche Förderung für Tierwohl-Umbauten in den Anbindeställen zu ermöglichen“, so Urban.

Rund die Hälfte der circa 30.000 Milchviehbetriebe in Bayern hält ihre Tiere entweder in saisonaler oder ganzjähriger Anbindehaltung. Auch in den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau ist die Anbindehaltung noch eine gängige Haltungsform.