Ich frage die Staatsregierung:
Wieviele Forstpflanzen wurden in den Geschäftsjahren 2012 bis 2021 in den bayerischen Staatswäldern gepflanzt (bitte nach GJ und Baumarten aufschlüsseln), wie viele Pflanzen wurden dabei in den eigenen Forstbetrieben gewonnen, wie viele wurden zugekauft (bitte je Geschäftsjahr eigene Erzeugung und Fremdbezug unter Angabe der Bezugsländer gegenüberstellen, dabei Pflanzenzahl je Land angeben)?

Antwort des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten:

Die von den Bayerischen Staatsforsten in den Geschäftsjahren 2012 bis 2020 gepflanzten Forstpflanzen sind der anliegenden Tabelle zu entnehmen.
Die von den Forstbetrieben gewonnenen Pflanzen (inkl. Produktion in den beiden Pflanzgartenstützpunkten) sowie die Anzahl der zugekauften Pflanzen sind geschäftsjahresweise und baumartenweise der anliegenden Tabelle zu entnehmen.
Ergänzend hierzu noch folgende Hinweise:
– Zu den Pflanzungen kommen in unregelmäßigen Abständen und Verteilungen je nach Mastjahren auch Saaten hinzu.
– Der relativ niedrige Wert im Jahr 2019 resultiert aus zwei Faktoren:
zum einen konnten in diesem Geschäftsjahr aufgrund einer Eichenmast
anstelle von Pflanzungen umfangreiche Eichensaaten (rund 120
ha) angelegt werden. Zum anderen konnten aufgrund beschränkter
Möglichkeiten zum Frischholzeinschlag z.T. Flächen nicht für die
Kulturbegründung vorbereitet werden.
– Das Geschäftsjahr 2021 ist noch nicht abgeschlossen. Die Planungen
umfassen aber insgesamt eine Ausbringung von rund 6 Mio. Pflanzen
(inkl. Saat), 1,55 Mio. Pflanzen davon entfallen auf Klimawaldpflanzen
(vgl. Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Hans Urban BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN – „Pflanzung der zusätzlichen Klimawald-Bäume in den bayerischen Staatswäldern“ vom 11.02.2021).
Der Umfang der selbst produzierten Pflanzen im GJ 2021 wird in einer
ähnlichen Größenordnung wie in den vergangenen Jahren liegen.
– Die Bezugsländer werden in den BaySF-Systemen nicht explizit erfasst.
Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der weit überwiegende
Teil der Pflanzen über Baumschulen aus Bayern, Baden-Württemberg und z.T. Hessen bezogen wird. Ein geringer Teil der
Pflanzen wird im angrenzenden Österreich produziert.