Bad Tölz-Wolfratshausen / Garmisch-Partenkirchen – „Schulfamilie entlasten: Beibehaltung der Faschingsferien in Bayern! Ferienwoche nutzen, um Schulbetrieb bis zu den Osterferien gut aufzustellen“ – Das fordert der Dringlichkeitsantrag (siehe unten) der Landtags-Grünen im Plenum am heutigen 4. Februar 2021.

„Die Schulfamilie in Bayern braucht diese Verschnaufpause dringend“, so Hans Urban, Landtagsabgeordneter aus Eurasburg. Zudem hätte das Kultusministerium durch die Ferien eine zusätzliche Woche, um den Schulbetrieb nach dem 22. Februar entsprechend zu organisieren. „Ich kenne viele Eltern, Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte die aktuell ihr Bestes geben. Schließlich habe ich selbst drei Schulgänger zuhause und sehe, wie fordernd der Distanzunterricht für alle Beteiligten sein kann. Auch wenn er wie bei uns unter Zuhilfenahme aller technischer Möglichkeiten gut funktioniert, ist die Belastung für Schüler und Lehrer einfach größer als normalerweise. Und man darf da auch die Leistung der Eltern beim Jonglieren zwischen Arbeit und Homeschooling nicht unterschätzen.“ In einer Situation wie dieser brauche es politisches Feingefühl und Unterstützung. „Die Söder-Regierung sollte auf den Wunsch der Schulfamilie hören und nicht entgegen deren Einwände die Faschingsferien als Pause zum Durchschnaufen für alle streichen.“

2002 wurden die Winterferien eingeführt mit der Begründung, dass sich in der längsten Unterrichtsphase durch die Ferien eine kleine, aber pädagogisch sinnvolle Erholungspause ergibt, die den Schülern die Gelegenheit gibt, neue Kraft zu schöpfen und Lücken zu schließen. Anna Toman, die schulpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen ergänzt: „Gerade in dieser besonders anstrengenden und kräftezehrenden Zeit können wir unsere Schulfamilie nicht bis zu den Osterferien weiterschuften lassen.“ Anstatt einer Aufholjagd braucht es nach Meinung der Grünen im Landtag beständige Förderangebote in den Kernfächern. Auch die Lehrpläne müssten auf den Prüfstand, um Fokussierungen vorzunehmen. Der Umgang mit Lernrückständen bzw. mit der größer gewordenen Heterogenität müsse die kommenden Schuljahre ganz oben auf die Agenda.

Der entsprechende Dringlichkeitsantrag wird in der heutigen Plenarsitzung des Landtags beraten.