Hier geht’s zur Dokumentation der Anhörung „Zukunft der Kultur in Bayern“ vom 15.12.2020.

Wenn die demokratische Opposition im bayerischen Landtag mit vereinten Kräften gegen alle Widerstände an einem Strang und das in ein- und dieselbe Richtung zieht, dann weiß man: Bei diesem Thema liegt nicht nur einiges, sondern alles im Argen.

So passiert dies dieser Tage in Sachen Kunst und Kultur in Bayern. Meine grüne MdL-Kollegin und unsere kulturpolitische Sprecherin Sanne Kurz zieht zusammen mit Volkmar Halbleib, SPD, und Dr. Wolfgang Heubisch, FdP, kräftig an einem Strang. Nach einer gemeinsam initiierten Anhörung von Künstler*innen und Kulturschaffenden aller Branchen in Bayern haben die drei kulturpolitischen Sprecher*innen ihrer jeweiligen Fraktion einen beeindruckenden 6-Punkte-Plan entworfen, der verdeutlicht, worauf es ankommen wird, wenn die Staatsregierung der durch Corona gebeutelten bayerischen Kulturszene zu einer guten Zukunft verhelfen will.

Noch vor Weihnachten, am 15. Dezember, fand die Sachverständigen-Anhörung statt. Sehr deutliche Worte sind dabei gefallen: die Corona-Hilfen kommen nicht an, die Kultur-Infrastruktur liegt am Boden, das Publikum wird durch Regierungshandeln verschreckt, obwohl es ausgeklügelte Hygienekonzepte der einzelnen Häuser gibt.

Aus der gebündelten Expertise der zehn Sachverständigen haben die drei Abgeordneten einen starken Plan abgeleitet, der folgende sechs Punkte umfasst:

6-Punkte Akut-Katalog für die bayerische Kunst- und Kulturszene

  1. Umgehende Fortschreibung der bayerischen Solo-Selbständigen Hilfen
  2. Kultur-Sommer jetzt mit verbindlichem Stufenplan angehen
  3. Ausfallfonds analog zu Film-Ausfallfonds schaffen
  4. Digital Guest Registration als Stütze anerkennen
  5. Re-Start den wissenschaftlichen Erkenntnissen anpassen: Notbetrieb ohne Deckelung ermöglichen
  6. Publikums-Offensive: Vertrauen in Sicherheit unserer Institutionen wiederherstellen

Die notwendigen Handlungsschritte, um der bayerischen Kunst- und Kulturszene aus der Krise zu helfen und sie auf starke Beine zu stellen, liegen damit vor. Nun liegt es an der Staatsregierung, die Szene endlich als das anzukennen, was sie ist: ein starker Wirtschaftsfaktor mit einem wichtigen Bildungsauftrag!

Ich habe mich noch im Herbst 2020 mit Sebastian Horn von den „Bananafishbones“ und „Dreiviertelblut“ unterhalten. Er hatte einiges zu sagen, was das Darben der Künstler*innen in Bayern während der Covid19-Pandemie angeht. Hier geht’s zum Podcast mit Sebastian.