So oder so ähnlich könnte der angedachte Funkmast neben der Wegekapelle bei Beuerberg aussehen. (Foto: privat)

Die jüngste Sitzung des Gemeinderats vom 10. November sorgt für Unruhe und Unmut bei den Beuerberger Bürger*innen. Was ist passiert?

Bereits 2017 ist die Deutsche Funkturm GmbH mit dem Ziel einen Funkmast zu errichten auf die Gemeinde zugekommen. Zwei vorangegangene Standortvorschläge wurden abgelehnt. Vorschlag Nummer 1 war der Bau eines 40 Meter hohen Funkmasts in der Königsdorferstraße. Vorschlag Nummer 2 das Errichten einer Antenne am Schlauchturm der Feuerwehr Beuerberg, so behandelt in der Gemeinderatssitzung am 13. März 2018. Der dortige Standort weist jedoch ein Problem auf: Er lässt aus statischen Gründen nur eine Antenne und somit auch nur einen Anbieter zu – womit das Thema Funkmastsuche nicht nachhaltig gelöst wäre. Auch sorgte die Nähe zum Ort für Ablehnung.

Die Geschichte Standortsuche für einen Funkmast ging also in ein neues Kapitel: Zur Gemeinderatssitzung am 10. November dieses Jahres haben wir Mitglieder des Gemeinderats am Donnerstagabend vor der Sitzung einen fertigen Bauantrag vorgelegt bekommen. Der Bauantrag zeigt einen Funkmast im Süden Beuerbergs in der Nähe der Wegekapelle. Bei der Abstimmung über den Standort im Rat kam es zu einem denkbar knappen Ergebnis: 9:8 gegen den Standort.

Was nun?

Die grüne Gemeinderatsfraktion steht entschieden gegen die Art und Weise, wie mit solchen Themen umgegangen wird. Mobilfunk als flächendeckende Infrastruktur ist nicht mehr wegzudenken. Auch wir wollen diese unterstützen und eine Entwicklung von neuen, notwendigen Standorten zielführend begleiten. Um dafür eine möglichst breite Akzeptanz in der Bevölkerung zu erlangen, ist bei diesen sogenannten Findungsprozessen für Standorte vollumfängliche Transparenz notwendig. Daher sollten alle Unterlagen von Findung und Planung der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Auch für den Standort Beuerberg sollte das zum heutigen Zeitpunkt noch möglich sein. Darüber hinaus sollte vonseiten des Gemeinderats eine Festlegung von Kriterien erfolgen, gerade hinsichtlich optischer Wahrnehmung solcher technischen Einrichtungen, und eine gezielte Aufklärung über mögliche Auswirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden.

Nur so können wir einen Standort, welcher für unsere Bevölkerung optimal ist, finden.

Deshalb beantragt die grüne Fraktion eine erneute Standortsuche nach oben genannten Kriterien: