Am Dienstag, 13. Oktober, wurden unsere sieben Anträge „Herausforderung Klimawandel – Walderhalt jetzt“ in der Vollversammlung des Landtags diskutiert. Meine Plenarrede sehen Sie hier.

Nicht nur wir, sondern auch die Kollegen*innen der SPD haben erkannt:
So wird das nix mit dem Waldumbau und der Holzbauoffensive!
Aber: konstruktive Vorschläge zur Bewältigung der aktuellen Krise, wie es vielleicht doch noch klappen kann, getragen von den Beschäftigten der Forstverwaltung, unterstützt von Waldbesitzer*innen und deren Vereinigungen, begleitet von einer der informierten Bevölkerung, wurden wieder einmal abgeschmettert. Die Begründungen wie immer wenig innovativ: nicht finanzierbar, nicht notwendig, wird doch schon längst gemacht.

Da fragt man sich schon, warum das AELF Münchberg ehrenamtliche Waldläufer*innen zur Borkenkäferkontrolle einsetzt und nahezu an jedem Amt befristete Angestellte zum Waldschutz und für Waldumbauprojekte eingesetzt werden, sich Überlastungsanzeigen von Revierleiter*innen häufen, die Notwendigkeit der Waldbewirtschaftung seitens der Bevölkerung in Frage gestellt wird, Förster*innen als Handlanger der Holzindustrie gesehen werden.

Da fragt man sich schon, warum man jetzt nicht alles unternimmt, um die Waldbesitzer*innen personell und finanziell zu unterstützen, damit diese angesichts der Schadens- und Holzmarktsituation nicht die Flinte ins Korn werfen, Waldumbau und Waldpflege zum Erliegen kommen, Betriebe schließen müssen. Warum wird die sich aktuell bietende Chance nicht genutzt, das VNP Wald und die WaldFÖPR inhaltlich auszubauen und finanziell anzupassen und so Liquidität zu generieren bei gleichzeitigem Erhalt der Artenvielfalt auf ganzer Fläche?

Da fragt man sich schon, warum die Holzbauquote im Privatbereich immerhin bereits bei 35% liegt, der Staat aber seine eigenen Gebäude wie das Haus der Geschichte in Regensburg immer noch aus Beton baut, wenn doch nach Angaben der Ministerin Bayern eine Spitzenstellung beim Holzbau einnehmen soll. Wasser predigen, aber Wein trinken, das ist nicht glaubwürdig und zum Ziel führt dieser Weg keinesfalls.