Am Dienstag, 13. Oktober, wurden unsere sieben Anträge zur Etablierung der Agroforstwirtschaft in Bayern in der Vollversammlung des Landtags diskutiert. Meine Plenarrede zu unserem Antragspaket zur Agroforstwirtschaft sehen Sie hier in der Kurzversion und hier in der ungekürzten Langversion.

Leider hat sich dier Erfahrung „… und täglich grüßt das Murmeltier…“ einmal mehr bewahrheitet: Unsere Anträge wurden von CSU, Freien Wählern und Afd abgelehnt. Zugestimmt haben uns die SPD und die FDP, die die Dringlichkeit einer Förderung dieses zukunftsweisenden Bewirtschaftungssystems genauso wie wir Grüne erkannt haben. Wir brauchen Agroforstwirtschaft auch in Bayern als eine Form der Anpassung an den Klimawandel. Die Bäuerinnen und Bauern in Bayern stehen vor riesigen Herausforderungen und wir sollten jedes Puzzlestück gezielt setzen, dass ihnen ein Reagieren auf diese Herausforderung ermöglicht.

Leider verwehren sich CSU und Freie Wähler einmal mehr der Zukunft. Wir werden dennoch nicht locker lassen – und früher oder später werden auch die aktuell noch Zukunftsblinden sehen, dass Strukturvielfalt, Bäume und Sträucher auf Wiesen, Weiden und Äckern, bislang ungenutzte Potenziale bieten.

Früher war diese Bewirtschaftsungsweise gang und gäbe, wir brauchen nur nach Miesbach zur Haglandschaft, zur Isarwinkler Heckenlandschaft oder zu den fränkischen Streuobstwiesen schauen. Und das nicht ohne Grund! Nutzen wir auch in Zukunft die Vorteile von Vielfalt und Kleingliedrigkeit in der Landwirtschaft und in der Landschaft. Wir Grüne werden uns weiter für eine Förderung der Agroforstwirtschaft in Bayern einsetzen!