Grüne stellen Antragspaket vor: „Förderung der Agroforstwirtschaft in Bayern endlich aktivieren“

München/Bad Tölz-Wolfratshausen/Garmisch-Partenkirchen – Die Landtagsgrünen haben am Montag, 25. Mai, ihr Antragspaket zur Agroforstwirtschaft in Bayern vorgestellt. Mit sieben Anträgen wollen Hans Urban, forstpolitischer Sprecher, und Gisela Sengl, agrarpolitische Sprecherin, die Agroforstwirtschaft in Bayern etablieren. Die Anträge werden am Mittwoch im Agrarausschuss des Bayerischen Landtags (ab 9.15h live auf dem Youtube-Kanal des Landtags) behandelt.

„Es geht uns Grünen darum, die Agroforstwirtschaft als zukunftsweisenden Weg und Chance für eine klimaangepasste bayerische Landwirtschaft im Agrarförderrecht zu verankern“, so Urban. Bei der Agroforstwirtschaft werden Gehölze mit Ackerbau und Grünlandnutzung oder Tierhaltung so kombiniert, dass positive Wechselwirkungen entstehen. Besonders wertvoll ist diese Form der Landnutzung aus ökologischer Perspektive, sie fördert die Humusbildung, stärkt die Artenvielfalt, schützt vor Erosion und Trockenheit, fungiert als Biotopverbund und vieles mehr. Zudem ist es eine Möglichkeit für Bäuerinnen und Bauern, auf zunehmende Trockenphasen zu reagieren und sich an die Veränderungen durch den Klimawandel anzupassen.

„Die Vorteile sind so vielfältig, dass wir nicht verstehen, warum wir in Bayern und Deutschland nicht längst mehr Gewicht auf diese Form der Landwirtschaft setzen, wie es in unseren Nachbarländern übrigens schon seit Jahren passiert. Deutschland ist eines der Schlusslichter im europäischen Vergleich“, sagt Urban. Geht es nach den Grünen, soll die Agroforstwirtschaft als Maßnahme im Kulturlandschaftsprogramm förderfähig werden. Zudem soll eine umfassende Wissenstransferkampagne gestartet, die Forschung erweitert und die Thematik in den Lehrplänen der Landwirtschaftsschulen verankert werden.

Untenstehend finden Sie das Pressepapier sowie das Antragspaket bestehend aus sieben Einzelanträgen.