Offener Brief des Agrarteams der Grünen im Bayerischen Landtag: Gärtnereien unter Beachtung der Sicherheits- und Hygieneregeln die Öffnung erlauben

München/Bad Tölz-Wolfratshausen/Garmisch-Partenkirchen – In einem offenen Brief (siehe unten) haben sich die grünen Mitglieder des Agrarausschuss im Bayerischen Landtag an Staatsministerin Michaela Kaniber gewandt. Sie fordern, dass trotz der Corona-bedingten Einschränkungen selbstproduzierende Gärtnereien ihre Läden zum Verkauf öffnen dürfen.

Der Verkauf von Pflanzen, Saatgut und Gemüsesetzlingen sei ein Saisongeschäft, das mit Frühlingsbeginn starten müsse und einen großen Teil des Jahresumsatzes in den Gärtnereien ausmacht. Während Tankstellen oder Lebensmittelmärkte Pflanzen, Schnittblumen oder Kräuter weiterhin verkaufen dürften, müssen Gärtnereien um ihr Kerngeschäft bangen. „Im Sinne der Gleichbehandlung muss das geändert werden“, heißt es in dem Brief. Urban erklärt ergänzend: „Natürlich steht der Gesundheitsschutz in diesen Zeiten an erster Stelle, das ist keine Frage. Doch bei Einhaltung aller nötigen Sicherheits- und Hygieneregeln sollte es unseren Gärtnereien erlaubt sein, ihre Läden zu öffnen.“ Viele Gärtnereien würden im Frühjahr 50 bis 70 Prozent ihres Jahresumsatzes erwirtschaften, deren Existenz dürfe nicht aufs Spiel gesetzt werden.