Pressemitteilung: Hans Urban spricht von „herdeninternem Machtgerangel“ zwischen Minister Aiwanger und Staatssekretären Weigert und Eck um Jagdpräsidentschaft

München – (13. Dezember 2019/hla). In der Debatte um den künftigen bayerischen Jagdpräsidenten fordert der jagdpolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Hans Urban, ein Machtwort von CSU-Ministerpräsident Söder. „Der Platzhirsch muss die weithin vernehmbaren, brachialen Brunftkämpfe im bayerischen Kabinett endlich beenden“, so Hans Urban in Anspielung auf die jagdpolitischen Ambitionen des FW-Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger, seines FW-Wirtschaftsstaatssekretärs Roland Weigert und des CSU-Innenstaatssekretärs Gerhard Eck.

Besonders ärgerlich findet es Hans Urban, dass „das herdeninterne Machtgerangel nicht nur offen mit dem Geweihgestänge ausgetragen werden, sondern auch verdeckt unter Täuschung der Öffentlichkeit“. So habe Minister Aiwanger auf Anfrage der Landtags-Grünen vom August mindestens einen zentralen jagdpolitischen Termin nicht genannt; eine Oktoberanfrage an das CSU-Forstministerium habe seine Anwesenheit bei einer Besprechung am 4. Februar 2019 zum möglichen „Erlass der Schonzeitaufhebung durch die obere Jagdbehörde“ dann aber zutage gefördert. Und neuerlich sei Aiwanger am 9. Oktober 2019 bei einem Begang zum Thema „Schonzeitaufhebung“ im staatlichen Forstbetrieb Oberammergau jagdpolitisch aktiv gewesen – da allerdings „unter wohl argwöhnischer Aufsicht des CSU-Jagdlobbyisten Ernst Weidenbusch“, wie Hans Urban recherchierte (alle Anfragen anbei).

“Der Wirtschaftsminister hat die Jagdpolitik voll ins Visier genommen“, stellt Hans Urban fest. „Er betätigt sich hier als Lobbyist entweder in eigener Sache oder für seinen Staatssekretär.“ Dass Hubert Aiwangers eigentliche Aufgabe, die Förderung der bayerischen Wirtschaft in schwierigen Zeiten, darunter leiden muss, steht für Hans Urban außer Frage. „Wir haben zwei Staatssekretäre und einen Minister, die gedanklich mehr auf dem Hochsitz als auf dem Kabinettsstuhl sitzen. Es wird Zeit, dass Markus Söder die Jagd abbläst.”