Hans Urban und Klaus Koch besuchen das Autohaus Frimberger in Bad Tölz – „Keine Denkverbote“ für die Zukunft der Mobilität

Martin Geisreiter, Josef Geisreiter jun., Hans Urban, Klaus Koch, Josef Geisreiter sen. (v.li.).(Quelle: privat)

Bad Tölz-Wolfratshausen – Die Wirtschaftstour von Hans Urban, MdL, und Klaus Koch, Sprecher der grünen Kreistagsfraktion, ist kürzlich in die zweite Runde gegangen. Unter dem Motto „Grün trifft Wirtschaft“ waren die beiden Politiker zu Gast im Autohaus Frimberger in Bad Tölz. Dort bot sich ihnen die Gelegenheit für ein aufschlussreiches Gespräch mit den beiden Geschäftsführern des familiengeführten Autohauses, Josef und Martin Geisreiter, sowie Senior-Chef Josef Geisreiter sen. und dessen Frau Anna Geisreiter, Buchhaltung.

„Das Autohaus Frimberger ist mit mehr als 70 Jahren das älteste Autohaus in Bad Tölz und ein echter Familienbetrieb. Josef Geisreiter sen. und seine beiden Söhne tragen die Verantwortung für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens. Im Gespräch haben sie uns deutlich gemacht, dass sie sehr aufgeschlossen sind gegenüber Neuem und dass sie gerade deshalb ohne Angst in die Zukunft blicken“, so Urban.

Das Autohaus stellt ganz bewusst die Frage, wie viel Auto es im Alltag eigentlich braucht, und bietet seit 2018 mit vier Fahrzeugen Carsharing in Bad Tölz an. Das Angebot werde gut angenommen. Insbesondere die Möglichkeit, am Bahnhof ein Auto zu mieten, sei beliebt, da Nutzer*innen auf diese Weise Zug und Auto kombinieren könnten. Den Wandel in der Mobilität verfolgt die Familie Geisreiter mit großem Interesse, auch um künftig ein zuverlässiger Arbeitgeber in Bad Tölz zu sein. „Dieser Weitblick und die Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Entwicklungen in der Branche sollte beispielhaft für die gesamte Automobilwirtschaft sein“, resümierte Urban nach dem Treffen.

Josef Geisreiter jun. ist überzeugt, dass es nicht nur in der Antriebstechnologie einen Wandel hin zu Alternativen wie Elektro oder Wasserstoff geben werde. Auch in der Nutzung werde dieser Wandel spürbar werden. Carsharing werde in Zukunft enorm an Bedeutung gewinnen, die Relevanz des eigenen (Zweit-)Autos zurückgehen.

Einig waren sich die Gesprächspartner darin, dass es „keinerlei Denkverbote“ geben dürfe, um Angebote wie Carsharing in Zukunft weiter auszubauen. „Carsharing und E-Mobilität können im regionalen Wirtschaftskreislauf eine große Rolle spielen“, so Urban. Nicht nur bei Behörden, sondern im Grunde bei allen KFZ-Nutzer*innen in der Wirtschaft stelle sich die Frage, warum der Fuhrpark nicht rund um die Uhr genutzt werden könne. Klaus Koch: „Hier sehe ich eine Riesenpotential. Montag bis Freitag steht das Auto einer Firma zur Verfügung, am Wochenende dem Carsharing-Pool. Das ist eine Win-Win-Situation für alle Seiten.“

Urban und Koch betonten, dass gerade im Bereich Verkehr viel unternommen werden müsse, um das Energiewendeziel 2035 zu erreichen. Koch: „Im Landkreis wurde laut Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2011 im Jahr rund 3300 Gigawattstunden verbraucht. Ziemlich genau aufgeteilt auf je ein Drittel im Verkehr, in der Wirtschaft und in den Haushalten. Beim Verkehr kommen rund 60 Prozent aus dem Individualverkehr. Der Verkehr kann bald nicht mehr so aussehen wie heute.“

Mit seiner Wirtschaftstour will Urban den Unternehmen in der Region die Möglichkeit geben, ihre Anliegen direkt in den Landtag und damit zum Gesetzgeber zu transportieren. Er versprach Eindrücke und Anliegen in seiner Fraktion vorzutragen.

Hintergrund: In loser Reihenfolge treffen sich Hans Urban und Klaus Koch unter dem Motto „Grün trifft Wirtschaft“ mit Unternehmer*innen und Gewerbetreibenden aus der Region. Sie streben den Austausch von Ideen an und suchen das offene Gespräch zur Zukunft der Wirtschaft in der Region.