Nach zahlreichen Unfällen: Hans Urban sieht dringenden Handlungsbedarf auf der A95

Bad Tölz-Wolfratshausen/Garmisch-Partenkirchen/Weilheim-Schongau – Hans Urban spricht sich vehement für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn A95 aus. „Wir müssen zurzeit leider in den Zeitungen lesen, dass auf der A95 in einer traurigen Regelmäßigkeit Menschen ums Leben kommen, und das in vielen Fällen, weil sie viel zu schnell fahren“, sagt der MdL aus Eurasburg. Erst am vergangenen Wochenende ereignete sich der jüngste schwere Verkehrsunfall, bei dem ein 23-Jähriger starb.

„In der bayerischen Verkehrsunfallstatistik erfährt man, dass 2018 überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit weiter die Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle in Bayern war“, so Urban. Knapp ein Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle in Bayern gingen 2018 auf überhöhte Geschwindigkeit zurück. Auf der A95 haben sich im Frühjahr und Sommer 2019 viele schwere Unfälle mit oftmals tödlichem Ausgang ereignet, laut BR kam es allein in den vergangenen zehn Tagen (Stand: 03.09.2019) zu sechs zum Teil sehr schweren Unfällen.

„Wenn wir wollen, dass diese Unfälle weniger werden, dann brauchen wir hier dringend ein Tempolimit“, sagt Urban. „Die Staatsregierung muss dafür alle nötigen rechtlichen Hebel in Bewegung setzen.“ Sie dürfe nicht mitansehen, dass die A95 weltweit als „Raser-Autobahn“ bekannt und beliebt sei, ohne etwas dagegen zu unternehmen. „Die Raser gefährden sich und andere und stellen nebenbei eine erhebliche Lärmbelästigung für die Anwohner dar“, so Urban.

Durch eine Anfrage (siehe unten) erhofft sich Urban Aufklärung, ob und wie die Staatsregierung gegen die Raserei und die damit verbundenen Unfälle auf der A95 vorgehen will. „Es muss hier dringend gehandelt werden. In meinen Augen ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung das einzig probate Mittel, um die Zahl der Raser zu verringern. Ein Tempolimit auf der A95 heißt Leben retten.“

Die Anfrage im Wortlaut:

Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Hans Urban BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 03.09.2019: Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn A95

2018 war überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit laut der Bayerischen Verkehrsunfallstatistik weiter die Ursache Nummer Eins für tödliche Verkehrsunfälle. 176 und damit knapp ein Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle gingen auf überhöhte Geschwindigkeit zurück. Auf der Autobahn A95 haben sich in diesem Sommer viele schwere Unfälle mit oftmals tödlichem Ausgang gehäuft; allein in den vergangenen zehn Tagen (Stand: 03.09.2019) kam es auf der A95 zu sechs zum Teil sehr schweren Unfällen.

Ich frage die Staatsregierung:

1.a) Wie viele Unfälle haben sich auf der A95 im Jahr 2019 bereits ereignet?
1.b) Wie viele dieser Unfälle forderten Todesopfer?

2.a) Bei wie vielen Unfällen auf der A95 war 2019 nicht angepasste Geschwindigkeit die Unfallursache?
2.b) Welche Folgen hatten diese Unfälle (Zahl der Todesopfer, Schwerverletzten, Leichtverletzten und Höhe der Sachschäden)?

3.a) Wie reagiert die Staatsregierung auf das Ergebnis der Bayerischen Verkehrsunfallstatistik 2018, dass überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit weiter Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle in Bayern ist?
3.b) Wie tut sie dies im Bereich der A95?

4.a) Inwiefern sieht die Staatsregierung in einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A95 ein probates Mittel, um Unfällen aufgrund von überhöhter und nicht angepasster Geschwindigkeit vorzubeugen?
4.b) Welche konkreten Schritte unternimmt die Staatsregierung hier?
4.c) Wenn die Staatsregierung keine Geschwindigkeitsbegrenzung in Betracht zieht, wie will sie diesen Unfällen stattdessen vorbeugen?

5.a) Wie möchte die Staatsregierung dem Ruf der A95 als Raser-Autobahn entgegenwirken?
5.b) Wie will sie verhindern, dass Touristen aus aller Welt zum Rasen auf der A95 anreisen und mit ihrem Fahrverhalten nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer gefährden?

6.a) Welche Kenntnisse über durch Raserei verursachte Lärmspitzen liegen der Staatsregierung vor?
6.b) Welche Folgen haben diese für die Anwohner der A95?