Zusammen mit Johann Killer von der Waldbesitzervereinigung Wolfratshausen zu Besuch beim Holzbauunternehmen Vorholz Hawran, einem Vorreiter in Sachen Holzbau in unserer Region

Architekt Tilman Vorholz, Zimmerermeister Georg Hawran, Hans Urban und Johann Killer von der Waldbesitzervereinigung Wolfratshausen (v.li.).

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich kürzlich zu Gast in der „Green City“ in Gelting sein durfte und mich mit Architekt Tilman Vorholz, Zimmerermeister Georg Hawran und Johann Killer von der Waldbesitzervereinigung austauschen durfte. Wir alle sind uns einig: Es braucht eine staatliche Holzbau-Offensive, die einen Beitrag zum Wald- und Klimaschutz leistet!

Die Holzstadt im Geltinger Gewerbegebiet sticht mit ihren markanten Formen schon von Weitem ins Auge und ist aus der Ideen der beiden Holzbauunternehmer Vorholz und Hawran gewachsen. Sie beweisen mit ihrem Pionierprojekt, dass sich mit Holz nicht nur kleine Einfamilienhäuser bauen lassen, sondern auch große Gewerbehallen und mehrgeschossige Gebäude. Fast alles ist hier aus Holz, nicht eine einzige Kunststofffolie wurde verbaut. Die beiden zeigen, dass Holzbau bei allen Bauten eine Alternative ist und in Zukunft noch mehr sein muss.

Holz, verbaut in Gebäuden, ist die CO2-Deponie schlechthin. Und noch dazu ist Bauholz mit einem vielfach geringeren Energieaufwand zu bekommen als alle anderen Baumaterialien. Das österreichischen Bundesland Vorarlberg macht Bayern bereits vor, wie es geht: Dort müssen alle öffentlichen Gebäude in Holzbauweise errichtet werden.

Deshalb fordern wir Grüne zusammen mit Unterstützern aus der Praxis, dass auch in Bayern das Bauen mit Holz endlich kräftig vorangetrieben und gefördert wird. Dazu braucht es zum Beispiel einen CO2-Bonus bei der Wohnraumförderung oder ein Dachausbau-Förderprogramm. Staatliche Gebäude dürfen künftig nur mehr aus Holz gebaut werden und der Staat muss Anreize setzen, um auch im privaten und öffentlichen Bausektor das Bauen mit Holz attraktiver zu machen.