400 Gäste beim Sommerfest der Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See und ich mittendrin

Am vergangenen Freitag bin ich der Einladung von Akademieleiterin Ursula Münch zum Gartenfest der Akademie für Politische Bildung am Starnberger See gefolgt. Das Wetter spielte mit und bei Jazz-Musik ließ es sich im Rosengarten gut plaudern.

Ursula Münch verteidigte in ihrer Rede die Rolle der Hinterzimmer in der Politik und warnte zugleich vor zu viel Haltung in der Wissenschaft. Auf die Hinterzimmer kam sie in Zusammenhang mit der Wahl Ursula von der Leyens zur neuen EU-Kommissionspräsidentin zu sprechen, der aktuelle Sprachgebrauch – von „Küngeleien“ und „Postengeschacher“ war in den Medien die Rede – denunziere demokratische Entscheidungsprozesse, sagte Münch. Sie kritisierte auch, dass Journalisten und Wissenschaftler inzwischen nicht mehr Neugier als wichtigste berufliche Tugend betrachten würden, sondern Haltung. Münch sagte, natürlich könnten und sollten sich auch Journalisten und Wissenschaftler als politisch denkende und handelnde Menschen gegen Populismus und für Minderheiten stark machen – aber eben nicht in ihrer beruflichen Tätigkeit.

Am besten schützen lässt sich die Demokratie meiner Meinung nach vor allem durch politische Bildung, der sich neben vielen anderen Aufgabenfeldern die Politische Akademie in Tutzing angenommen hat – und durch Haltung, in der Politik ganz besonders.