Vor Ort, am steilen Hang des Grünten bei Burgberg, habe ich mir zusammen mit meinem Allgäuer Kollegen Thomas Gehring einen durch Sturmwurf zerstörten Schutzwald angesehen. Dr. Ulrich Sauter, Bereichsleiter Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten, erklärte uns die laufenden Sanierungsmaßnahmen und stellte fest: „Hoffentlich bringt uns der Klimawandel solche Schadflächen im Wald nicht schneller, als wir mit den Vorsorgemaßnahmen der Bergwaldoffensive dagegen vorankommen.”

Wie eminent wichtig der Bergwald für den Schutz vor Naturgefahren wie Steinschlag, Hangrutschungen oder Schneelawinen ist, wird bei dieser Lage vor Ort jedem deutlich. Und mit dem Klimawandel wird die Vermeidung solcher Schadensereignisse immer wichtiger, worauf Kollege Gehring zurecht hinweist. Ulrich Sauter sprach mit uns über die Bergwaldoffensive, die es seit zehn Jahren gibt, um auch künftig die Schutzfunktion des Bergwaldes zu erhalten. Dr. Sauter hob positiv hervor, dass im Rahmen der Bergwaldoffensive mittlerweile drei Mitarbeiter fest eingestellt worden sind. Auch mit der finanziellen Ausstattung der Bergwaldoffensive sei man derzeit zufrieden. Dennoch komme man nicht schnell genug voran.

Thomas Gehring und ich wollen uns deshalb, auch als Vertreter des alpinen Raums, im Landtag weiter für die Bergwaldoffensive stark machen. Denn ich bin der Überzeugung, dass Waldbewirtschaftung ein Generationenvertrag ist und die jetzige Waldpflege unseren Enkelkindern zugute kommt.