München/Wolfratshausen – “Sang- und klanglos streicht die Söder-Regierung die im Wahlkampf versprochenen zusätzlichen Taktverstärkungen bei der Münchner S-Bahn und vertrösten auf die Anschaffung neuer Fahrzeuge 2030 – das ist eine Unverschämtheit sondergleichen und ein Schlag ins Gesicht von fast 900.000 täglichen Fahrgästen”, erklärt der Sprecher für Mobilität der Landtags-Grünen, Markus Büchler, mit Verweis auf die Antwort des Verkehrsministerium auf seine Anfrage.

Er und sein Kollege MdL Hans Urban fordern eine Vervollständigung des 20-Minuten-Taks auf den Außenästen der S-Bahn München. Urban: „Die S7 von und nach Wolfratshausen fährt heute lediglich zweimal die Stunde. Ich bin überzeugt, dass ein dichterer Takt mehr Menschen in die S-Bahn bringen wird. Erst etwas zu versprechen und es dann auf die lange Bank zu verschieben, ist kein guter Stil.“

Die Taktlücken bei der S-Bahn München müssten geschlossen und die versprochenen 15 Millionen Euro pro Jahr zusätzliche Zugbestellungen bereitgestellt werden. Die Aussage von CSU-Verkehrsminister Hans Reichhart, dass die Fahrzeugkapazitäten nicht bereitstünden, ist auch Sicht von Büchler und Urban falsch. Büchler: „Die Fahrzeuge sind im 20 Minutentakt zu Stoßzeiten ja auch vorhanden und verschwinden nicht zwischen 9.00 und 16.00 Uhr in irgendeinem Erdloch. Einfach von den Abstellgleisen runterholen und damit die Taktlücken in der Zeit schließen.“

Die Landtags-Grünen fordern, die 15 Millionen für zusätzliche Fahrten im MVV ab dem Fahrplanwechsel auszugeben und die Taktlücken zu schließen, soweit es die Infrastruktur zulässt.